© 2010 - Copyright by PJ

Verkehrswacht
im Kreis Kleve e. V.
für das Geschäftsjahr 2009

Nicht der Reiz des Augenblicks, der kurzfristige Erfolg, sollen zählen,
sondern langfristige, hintergründige Gesamtaspekte!

1. Vorstand

Hier haben mitgewirkt:
1. Vorsitzender: Max Puttkammer, Schulrektor a. D., Emmerich
2. Vorsitzender: Josef Kanders, Student und Soldat, Kleve-Kellen
Geschäftsführer Peter Baumgarten, Polizeibeamter, Kleve
Schatzmeister: Friedel Kraayvanger, Geschäftsstellenleiter a. D., Emmerich
Beisitzer: Helga Hähn, Kindergartenleiterin a. D., Kleve-Reichswalde
Hans Opgenorth, Berufsschullehrer, Geldern
Cris Renckstorf und Ben Schroers, Studenten, für die Leitung der Verkehrskadetten, Kleve

Der Vorstand tagte mehrmals in 2009.
Wichtigste Anliegen/Aktionen waren:
-Kooperation mit der Polizei und dem Kreis Kleve sowie anderen Institutionen/Verbänden,
-Schulanfangsaktion in einer Grundschule in Rees
-Weiterführung der Fahrradaktionstage im Kreisgebiet
-Verkehrssicherheitstag mit Kindern aus Tschernobyl in Emmerich
-Vorträge vor ErzieherInnen in Ausbildung an der Berufsschule in Kleve
-Ausrichtung der Landesveranstaltung Fortbildung für´s Ehrenamt imPAN-Kunstmuseum in Emmerich am 06.10.2009
-Eröffnung der Beleuchtungswochen im Autohaus Fa. Minrath in Geldern
-Vorbereitung der Aktion Lichtkontrollen an Fahrrädern in weiterf. Schulen
-Anbringen von Bannern an Brücken mit der Aufschrift „Runter vom Gas“
Aufstellen von Plakatständern an Hauptstraßen mit dem gleichen Motto
Außenvertretungen zur Deutschen Verkehrswacht (DVW), der Landesverkehrswacht (LVW), insbesondere durch Teilnahme an Geschäftsführertagungen, Bezirkliche Arbeitstagungen / Fortbildung für´s Ehrenamt, Hauptversammlungen und andere besondere Tagungen zu Schwerpunktthemen
Sonstiges:
-Versuch der Bildung eines Netzwerkes für Verkehrssicherheit im Kreis Kleve
-Weitere Suche nach einem anderen SHT-ÜbungsplatzSuche nach geeigneten NachfolgerInnen für die Vorstandsarbeit
Auf dieser Mitgliederversammlung 2010 muss neu gewählt werden.
Nicht mehr kandidieren werden, der 1. Vorsitzende Max Puttkammer sowie der Schatzmeister, Friedel Kraayvanger. Es wurde bereits schon im Vorstandsbericht 2007 erwähnt. Ausscheiden werden auch die BeisitzerIn Helga Hähn und Hans Opgenorth. Max Puttkammer und Friedel Kraayvanger gehören zu den Gründungsmitgliedern der Verkehrswacht Kreis Kleve. Max Puttkammer wurde mit der goldenen und Friedel Kraayvanger mit der silbernen Ehrennadel von der Landesverkehrswacht ausgezeichnet.

2. Vorschulparlament

Im Arbeitskreis unseres Vereins arbeiten z. T. seit vielen Jahren mit:
Veronika Boßmann-Schmitt (Bedburg-Hau),
Kerstin Leuchten (Geldern),
Brigitte Böhmer-Kraft (Kerken),
Miriam Reummen (Geldern),
Gabi Neumann (Emmerich),
Bärbel Baumgarten (Kleve),
Paul Thiel (Kerken) und Peter Baumgarten (Kleve) als Sprecher.
Der AK hat sich 2009 in mehreren Arbeitskreissitzungen getroffen.

Folgende Aktionen wurden durchgeführt:
-Verkehrssicherheitsaktion mit Luftballonwettbewerb in Kerken
-Verkehrssicherheitsaktion in Geldern am Kindertag
-Aktionstag NRW musste leider in 2009 wg. Terminschwierig-keiten ausfallen
-NRW Treffen der Vorschulparlamente in Düsseldorf
-Versammlung im Gocher Kastell mit Schwerpunktthema: „ Entwicklungsbedingte Besonderheiten bei Kindern im Straßenverkehr mit einem Angebot an praktischen Übungen für den Straßenverkehr“
-Elternveranstaltungen in den Kindergärten haben auch im Jahre 2009 nicht stattgefunden, da kein Bedarf angemeldet wurde. Lediglich zwei Beratungsgespräche haben in zwei Kindereinrichtungen stattgefunden!
-Der Arbeitskreis plante auch einen Betriebsausflug mit inhaltlichem Teil für das Frühjahr 2010!

3. Schulanfang

Es gehört inzwischen zum Standardprogramm, dass die Verkehrswacht Kreis Kleve in Kooperation mit den Städten und Gemeinden des Kreises Kleve Hinweise (Spannbänder) zum Schulanfang des betr. Jahres zur Verfügung stellt.
Das soll die VerkehrsteilnehmerInnen immer wieder darauf verweisen, dass nach den Sommerferien morgens Kinder auf dem Schulweg sind. Insbesondere gilt diese Maßnahme für die Kinder der 1. Klassen der Grundschulen.
Beamte der Polizei - hier insbesondere der Bezirksdienst - unterstützen diese Maßnahme durch intensive Beobachtungen des fließenden Verkehrs, aber auch durch Hinweise und Mahnungen an VerkehrsteilnehmerInnen, die sich nicht immer sicherheitsbewusst und angepasst verhalten.
Die Schulen haben bereits vor Beginn des neuen Schuljahres auf Elternversammlungen der 1. Klassen auf die Gesamtproblematik aufmerksam gemacht und den Eltern Hilfen und Hinweise für das Schulwegtraining ihrer Kinder zur Verfügung gestellt.
Erwähnenswert ist auch, dass die regionale Presse durch kostenlose Anzeigen diese Thematik in die Öffentlichkeit bringt.

4. Schulwegsicherung

Dieser Arbeitsbereich ist eng mit den unter Punkt 3 dargestellten Maßnahmen zu sehen. In zahlreichen Städten und Gemeinden wurden neue Schulwegpläne aufgelegt, zum Teil auch ältere aufgrund neuer Sachlagen korrigiert und den Schulen zur Verfügung gestellt.
Federführend war in fast allen Fällen unsere Verkehrswacht, die durch Beratungsgespräche, Ortstermine, Eltern- und Einzelgespräche und andere Maßnahmen in Zusammenarbeit mit vielen Kooperationspartnern die Schulen und Schulträger weitgehend entlasten konnte. Gerade die Anzahl der deutlich gestiegenen Ortstermine (2oo8: 125 - 2oo9: 156!) zeigt, wie elementar wichtig hier eine qualifizierte Arbeit ist.
Dass wir seitens der Verkehrswacht auch die Einhaltung der Vorschläge bei den Kindern und Eltern positiv-kritisch beobachten, sei nur am Rande vermerkt. Denn nichts ist in diesem Zusammenhang wichtiger als das gute Leit- und Vorbild der Eltern.
Zunehmend haben wir auch beobachtet, dass sich Großeltern als Wegbegleiter dieser Thematik annehmen, was im Sinne einer echten Verkehrspartnerschaft sehr zu begrüßen ist!

5. Fahrradturniere-Aktionstage "Rund um's Fahrrad"

Diese beiden Maßnahmen erfreuten sich im Rahmen der schulischen Verkehrserziehung und des Mobilitätstrainings auch weiterhin bester
Nachfrage: So konnten in 2oo9 insgesamt 23 Veranstaltungen mit 4o12 teilnehmenden Kindern durchgeführt werden.
Besonders erfreulich war, dass wir in 2oo9 aufgrund einer Anfrage der Schulen der Stadt Straelen erstmals einen schulübergreifenden Verkehrssicherheitstag an der Grundschule, der Hauptschule und am Gymnasium durchführen konnten.
Weit über 1ooo SchülerInnen erlebten eine bunte Angebotsvielfalt, die mit lebhaften Interesse aufgenommen wurde. Dieser zumindest im Kreis Kleve erstmalig durchgeführte Aktionstag fand weit über die Grenzen unseres Kreises lebhafte Beachtung, die sich u.a. durch zahlreiche Anfragen und Info-Gespräche sowie Publikationen auf Landesebene (Landesverkehrswacht NRW) dokumentierte.
Dass gerade solch große Veranstaltungen nicht ohne aktive Mithilfe der Kollegien, der Eltern, der Polizei durchführbar sind, sei mit Dank an dieser Stelle erwähnt!
Die Radfahrausbildung an den Grundschulen des Kreises Kleve wird durch die kostenlose Lieferung von Prüfbögen, Ausweisen und Prüfplaketten nach wie vor durch uns unterstützt!

6. Mofa-Kurse

Nun stellen wir für sechs Schulen, hauptsächlich im Nordkreis, Mofas und übriges Equipment zur Verfügung.
Weitere Schulen sind mittlerweile abgesprungen bzw haben sich nicht mehr gemeldet. Zum Teil hat es mit dem Umstand zu tun, dass Lehrer für die Mofa-Ausbildung fehlen oder dafür keine Stunden mehr bekommen. Eine besondere Rolle spielt sicherlich auch, dass ab Mitte 2009 Prüfungen nicht mehr durch die Schulen selber sondern nur noch zentral beim TÜV absolviert werden müssen. Diese Änderung war durch das zust. Ministerium sehr schlecht kommuniziert worden; die Unzufriedenheit darüber und über die praktischen Folgen besonders bei den Sonderschulen besonders groß! Immer noch muss viel Zeit und Geld für die Unterstützung der betreffenden Schulen investiert werden.

7. Verkehrserziehungskurse

Zwei Kurse haben in 2009 stattgefunden. Der Verkehrserziehungskurs ist für Jugendliche und junge Erwachsene, die hauptsächlich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis etwa nach Frisieren von Mofas oder Rollern, aber auch nach Trunkenheitsfahrten und unerlaubter Inanspruchnahme von Fahrzeugen, von Staatsanwaltschaft oder Gerichten zur Teilnahme verpflichtet werden.
Dabei handelt es sich bei den Kursen um Erziehungsmaßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz. Die Kurse werden in vier Doppelstunden geleitet von Peter Baumgarten, in Trägerschaft der Verkehrswacht.
Zukünftig sollen nur noch drei Doppelstunden ausreichen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Peter B. bereits zwei mal ein Modul im so genannten sozialen Trainingskurs geleitet hat und die Nachfrage nach stärkerer Beteiligung da ist!

8. Junge Fahrer

Hier beschränkt sich die Mitwirkung der Verkehrswacht nach wie vor auf die Bereitstellung von Medien.
Bekannt ist, dass die Verkehrssicherheitsberater des Kommissariats Vorbeugung der Polizei mit der nach wie vor auffälligen Altersgruppe sehr intensiv arbeitet.

9. Verkehrskadetten

Seit März 2008 ist Cris Rencktorf Leiter dieser nach wie vor sehr oft angeforderten Jugendgruppe, die in der Form 2002 gegründet wurde. Er wird dabei unterstützt von Ben Schroers und auch von unserem 2. Vorsitzenden, Josef Kanders. Die wachsenden Aufgaben sind nach wie vor unverändert:
Sie unterstützen bei Großveranstaltungen wie z. B. Radrennen, Volksläufen – übrigens auch in anderen Städten.
Auch 2009 sind wieder neue Verkehrskadetten/Innen ausgebildet worden!
Es sind ca. 40 Kadetten/innen einsatzbereit!
Es ist Jugendarbeit im besten Sinne!

10. Sicherheitstraining im Kreis Kleve

Das Motorrad-Sicherheitstraining unserer motivierten Sicherheitstrainern Paul Joosten und Ralf Baumann kommt nach wie vor gut an.
Im Jahr 2009 nahmen 142 Personen an insgesamt 16 SHT`s teil; das ist eine weitere Steigerung!
Das Training findet weiterhin in Kalkar-Kehrum am Gründerzentrum statt. Anmeldungen erfolgen hauptsächlich über unsere Internetseite.

11. Seh- und Reaktionstests

Bei vielen der o.g. Veranstaltungen sowie bei Einzelmaßnahmen wurde unser Seh- und Reaktionstest (betreut durch Herbert Korthals, Kalkar) eingesetzt.
Besonders interessant war bei der Auswertung der Ergebnisse im Grundschulbereich, dass eine nicht kleine Anzahl von Kindern zur Nachuntersuchung bzw. Behandlung weitergeschickt werden musste,weil ihre Sehfähigkeit als nicht ausreichend festgestellt wurde (ca. 7% der Probanden).

12. Senioren im Straßenverkehr

Aufgrund der sich ständig ändernden Altersstruktur unserer Bevölkerung und dem wachsenden Mobilitätsverhalten von Senioren, insbesondere als PKW-FahrerInnen, nimmt dieser Themenbereich eine zunehmend wichtige Bedeutung ein.
Das Programm des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) umfasst nach wie vor die Einzelbereiche
"Fußgänger" -"Radfahrer" - "PKW-FahrerInnen" – "Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)" - immer bezogen auf die Altersgruppe "5o plus".
Die Anzahl der Nachfragen und durchgeführten Veranstaltungen konnte in 2oo9 auf 21 gesteigert werden.
Neu ist nach einem Qualifikationsseminar der Polizei im Haus der Familie (HdF) in Kleve eine ebensolche Seminarveranstaltung, die in 2oo9 im HdF in Emmerich geplant wurde und inzwischen mit 16 TeilnehmernInnen angelaufen ist.
Dieses Seminar endet nach mehreren Veranstaltungen zu Einzelthemen mit einem qualifizierten Abschluss des HdFs, an dem nunmehr auch die Verkehrswacht Kreis Kleve beteiligt ist.
Dazu gehört auch ein für den 08. Mai 2o1o geplanter Seniorentag in Emmerich.
Nach wie vor stehen (für Interessierte kostenfrei) als Moderatoren Werner Reich und Max Puttkammer (beide aus Emmerich) zur Verfügung.

13. Bewährte Kraftfahrer

Im Jahr 2009 hat es eine Auszeichnung an bewährte Kraftfahrer gegeben. Die bewährten KraftfahrerInnen beantragen in der Regel ihre Auszeichnung selber. Sie dürfen natürlich keine Eintragungen beim Kraftfahrbundesamt in Flensburg haben. Sie bekommen eine Urkunde, ein Abziehbild für die Autoscheibe und eine Anstecknadel sowie auf eigene Kosten eine wertvolle Wagenplakette!

14. Verkehrsunfallstatistik

Die Kreispolizeibehörde teilt in ihrer Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2009 mit, dass mit 18 Verkehrstoten im Kreis Kleve ein historischer Tiefststand erreicht worden ist. Die Zahl der Schwerverletzten ist mit einer Reduzierung von 11 % ebenfalls ein bislang unerrreichter Tiefstand. Auch die Zahl der verletzten Kinder verringerte sich erneut!
Allerdings wird die ansonsten so positive Verkehrsunfallstatistik durch die höhere Zahl (+ 10 %) der verunglückten Radfahrer ein weinig getrübt!
Die Polizei arbeitet nach wie vor hart daran, die Unfallzahlen zu reduzieren. Dabei spielt nach wie vor die Bekämpfung der Hauptunfallursache „Geschwindigkeit“ eine herausragende Rolle!
Die Polizei weiß, dass sie mit der Verkehrswacht Kreis Kleve einen verlässlichen Kooperationspartner an ihrer Seite hat!
Gerade für das Thema Geschwindigkeit war es gut, dass wir im vorigen Jahr die Plakatständer an Hauptstraßen und die Banner an Brückenbauwerken installiert haben. Beide Medien tragen das Motto „Runter vom Gas!“

15. Ausblick

Mit der Jahreshauptversammlung 2o1o in Weeze endet die Arbeit der unter Punkt eins erwähnen Vorstandsmitglieder auf eigenem Wunsch! Der Vorstand hat sich in vielen Gesprächen und Beratungen bemüht, durch neu gewonnene MitarbeiterInnen die Arbeit unserer Verkehrswacht effektiv und erfolgsversprechend weiterführen zu können.
Erfreulich ist dabei, dass die deutlich zugenommene Arbeitbelastung der ehrenamtlich Tätigen sich künftig auf einige Schultern mehr verteilen lässt.

An dieser Stelle sei ein kurzes und persönliches Wort des scheidendenVorsitzenden gestattet:
Seit 1973 habe ich mit kurzer Unterbrechung die Vorstandsarbeit in der Verkehrswacht Kreis Kleve geleitet. Ich bedanke mich bei allen, die dazu beigetragen haben, dass die Verkehrssicherheitsarbeit im Kreis Kleve einen deutlich höheren Stellenwert (im Vergleich zu früheren Jahren) gewonnen hat und die Institution der Verkehrswacht im Kreis Kleve e. V. nicht mehr wegzudenken ist. Wenn mein persönlicher Einsatz auch nur einige Verkehrsopfer weniger bewirkt haben sollte, so kann ich mit Zuversicht und Vertrauen diese Arbeit in die Hände der künftigen Vorstands- und Beiratsmitglieder legen.
DANKE für jede Unterstützung, Mithilfe, Beratungen, Anerkennungen und was mir sonst auch immer in den vielen Jahren von anderen geschenkt worden ist.

Das Leben ist keine kurze Kerze für mich, es ist eine prachtvolle Fackel, welche mir für einen Moment zum Halten gegeben wurde, und bevor ich sie den zukünftigen Generationen weiterreiche, will ich sie so strahlend als möglich entflammen lassen.
George Bernhard Shaw


Für den Bericht verantwortlich: Max Puttkammer, Peter Baumgarten



Zum Seitenanfang

VERKEHRSWACHT KLEVE E. V.
Gemeinnütziger Verein für Verkehrssicherheit im Kreis Kleve
Goebelstr. 45
46446 Emmerich am Rhein